Die drei Gehirne in der Zusammenarbeit

Die verschiedenen Gehirne wirken zwar zusammen, haben aber ihre Eigenheiten und Eigenständigkeit bewahrt. Der von MacLean geprägte Begriff des Triune Brain oder drei-einiges Gehirn soll aufzeigen, dass sowohl eine Eigenständigkeit der Einzelnen wie auch die Einheit der Gehirne vorhanden ist. MacLean erklärt dieses Phänomen als „Generationskonflikte im Gehirn“, die jeder von uns erlebt. „Sie sind im allgemeinen nicht bewusst, aber sie zu erkennen, zu verstehen und mit ihnen zu leben, ist vielleicht entscheidender für unseren Erfolg als irgendetwas anderes.“ So werden Widersprüchlichkeiten, grosse Denkleistungen oder „unvernünftiges“ Verhalten als innerer Konflikt zwischen unterschiedlichen Instanzen innerhalb unseres Gehirns verständlich. Und was beeinflusst dann unser Verhalten? Das Geheimnis liegt in der Biostruktur der eigenen Persönlichkeit.

Bei jedem dominiert eines der drei Gehirne:

  • das instinktiv - gefühlsmässige Stammhirn.
  • das impulsiv - emotionale Zwischenhirn.
  • oder das kühl - rationale Grosshirn.

WERTFREIHEIT

Paul MacLean hat zwar die drei Gehirne erforscht und das Konzept des Triune Brain aufgestellt, jedoch hat er dies nicht bewertet. Vielmehr noch sind seine Aussagen komplett wertfrei. Zu sagen, welches das wichtigste Gehirn sei, ist nicht möglich, denn nur zusammen ergeben die drei Gehirne die Voraussetzung für menschliches Leben.

  • Ohne Stammhirn würden biologische Prozesse nicht lebenserhaltend geregelt.
  • Ohne Zwischenhirn könnten wir zwar leben, würden aber ohne Antrieb nur dahinvegetieren.
  • Ohne Grosshirn blieben die Triebe ungezügelt, ein Leben ohne Plan und ohne Gewissen. 

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